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Lesemonat März 2017

Lesemonat 31 März



Hallo ihr Lieben ☕

Ging der März für euch auch in gefühlten Sekunden vorbei? Bei mir war durch die Bachelorarbeit, zwei Ed Sheeran Konzerte, die dazugehörigen Reisen und natürlich die Buchmesse wieder einmal sehr viel los! Und da mein gesamter Rest an Konzentration für Uni-Lektüre draufgeht, greife ich weiterhin am liebsten zu Hörbüchern. Dafür waren das nicht gerade wenige, aber seht selbst:





GEHÖRT


Magisterium #1Holly Black, Cassandra Clare7h 13 min☕☕☕☕
Doctor Who #2George Mann 1h 27 min
Doctor Who #3James Goss1h 30 min
Doctor Who #4George Mann1h 27 min
Er ist wieder daTimur Vermes 1 h 44 min
Alles, alles über DeutschlandJan Böhmermann 3 h 24 min
Ein ganzes halbes JahrJojo Moyes14 h 43 min☕🌟
KURZMEINUNGEN

Magisterium - Der Schlüssel aus Bronze (Holly Black & Cassandra Clare)
Auch das dritte der Magisterium Bücher konnte mich wieder voll in seinen Bann ziehen. Nur einen Punkt Abzug gibt es für die noch immer offensichtlichen Parallelen zu Harry Potter - man sollte meinen, spätestens jetzt hätte die Geschichte ihr Eigenleben verdient! Und trotzdem mag ich die Reihe sehr, denn die Charaktere sind mir einfach ans Herz gewachsen und ich muss zugeben, dass ich sie jetzt tatsächlich vermisse. Das hätte ich am Anfang gar nicht erwartet, was es umso schwieriger macht das nächste Hörbuch auszuwählen, wenn ich eigentlich nur den vierten Band möchte! Leider wird das aber noch eine Weile dauern.

Doctor Who - Die Dynastie der Winter. Teil 2: Das Haus (George Mann)
Nach meinem Post-Magisterium-Tief dachte ich also, es wäre eine gute Idee wieder in die Welt des Doctors einzutauchen und Die Dynastie der Winter fortzusetzen. Nach dem guten ersten Teil wurde ich hier aber eher enttäuscht und mit einem unangenehmen Gefühl zurückgelassen. Es war mal wieder sehr spannend und etwas creepy, gerade weil sich das ganze Geschehen nur in einem Haus abspielt. Die Auflösung hat mich aber echt ein wenig irritiert so dass ich einfach mit den nächsten Teil weitergemacht habe, um mich ein wenig besser zu fühlen. Vielleicht war ich ja nur noch nicht in der Richtigen Stimmung.

Doctor Who - Die Dynastie der Winter. Teil 3: Die Sünden (James Goss)
Leider hat mir der dritte Teil noch weniger zugesagt, und wäre ich nur nach dem Gefühl gegangen dass ich beim Hören hatte, wären es tatsächlich nur zwei Tassen geworden. Wer keine Lust auf eklige Aliens hat, sollte vorerst zu einer anderen Geschichte greifen. Aber selbst wenn mich diese Wesen nicht gestört hätten, gab es noch andere Aspekte, von denen ich nicht begeistert war. Wie schon im Vorgänger bewegt sich hier leider nichts zu irgendeinem größeren Konzept, das im ersten Teil etabliert wurde. Auch die Familienmitglieder der Winters werden immer unsympathischer, und rückblickend könnte man Teil zwei und drei genauso gut weglassen. Das einzige was mir hier gefallen hat war eine starke, aktive Clara Oswald, die den Doctor und die Geschichte gerettet hat.

Doctor Who - Die Dynastie der Winter. Teil 4: Die Erinnerung (George Mann)
Nach der doppelten Enttäuschung habe ich erst einmal eine Pause eingelegt, bis ich mich dem letzten Teil der Reihe gewidmet habe. Zum Glück fühlt sich dieser durch das angenehmere Setting sofort weitaus besser an. Wir landen dieses Mal auf der Erde, in Frankreich zur Zeit des Hundertjährigen Krieges. Das bedeutet endlich eine richtige Zeitreisegeschichte, und dadurch war auch der Anteil der unbekannten Aliens viel kleiner, ausbalancierter und sinnvoller. Jeanne von Orléans spielt hier eine wichtige, interessante Rolle und auch der bisher vermisste Hintergrund zur Geschichte der Winters wird endlich aufgeklärt und außerdem mit unserer Realität verbunden. Dieser Teil ist endlich wieder auf einer Höhe mit dem Anfang der Dynastie der Winter!

Er ist wieder da - Das Hörspiel zum Film (Timur Vernes)
Dem Hype zu dieser Geschichte konnte man ja kaum entgehen, und doch habe ich es geschafft bisher weder das Buch zu lesen, noch den Film zu sehen. Als ich dann über das Hörspiel stolperte, musste das einfach geändert werden! Und den Hype hat es wirklich verdient. Die Entwicklung vom urkomischen Anfang über interessante Gedanken zu fast schon gruseligen Wendungen ist einzigartig und hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Das Hörspiel an sich wurde (auch ohne Christoph Maria Herbst) toll gesprochen und kann ich demnach nur weiterempfehlen.

Alles, alles über Deutschland (Jan Böhmermann)
Da mir der Sinn noch nach Satire stand und Jan Böhmermann's Hörbuch als Empfehlung auftauchte, habe ich einfach spontan damit weitergemacht. Seine Show schaue ich ehrlich gesagt nicht, nur hier und da ein Video, deswegen war ich einfach nur gespannt was mich erwarten würde. Wie der Titel schon sagt, setzt Böhmermann hier alle denkbaren Aspekte aus Deutschland auf lustige Weise um. Allerdings ist das Hörbuch 2009 erschienen (wusste ich natürlich vorher nicht); dementsprechend wurde es manchmal etwas trocken. Es sind aber viele gute Witze dabei, und am Ende bekommt man sogar Updates aus dem Jahr 2015 die noch einmal einiges rausholen.

Ein ganzes halbes Jahr (Jojo Moyes)
Auch an diesem Buch bin ich bisher erfolgreich vorbeigegangen, obwohl ich es spätestens seit der Verfilmung unbedingt lesen wollte. Die Hörbuchversion war also wieder perfekt, und ich konnte endlich mal länger als ein paar Stunden hören. Jetzt wo es vorbei ist fehlen mir immer noch die Worte - es war unglaublich spannend, bewegend und inspirierend. Da ihr die Geschichte um Lou und Will bestimmt sowieso kennt, stelle ich euch lieber eine Frage: ist der zweite Band (Ein Ganz Neues Leben) zu empfehlen? Die meisten Fans scheinen davon abzuraten und es würde mich sehr interessieren, was ihr denkt!


März-FOTOS

Endlich ist meine Rezension zum Handlettering Buch aus dem Magellan Verlag online gegangen - und hat unglaublich viel Feedback von euch bekommen! Vielen Dank dafür :)

Ebenfalls positive Rückmeldungen, dieses Mal auf Instagram, gab es zu diesem Foto mit einem meiner Lieblingsbücher (und den Pullovern meiner Schwester - Credit where credit is due :D), auch hier Danke!! A Quiet Kind of Thunder kann ich euch nach wie vor nur empfehlen ♥

Ed Sheeran ist mit seinem neuen Album durch Deutschland getourt - und ich durfte zwei Mal dabei sein! Es war einfach unglaublich, und jeder der die Möglichkeit hat ihn zu sehen sollte sie definitiv nutzen.

Natürlich stand die Leipziger Buchmesse auch bei mir auf dem Plan - aber mehr dazu gibt es im nächsten Post. ;)

Wie war euer März? Verlinkt eure Monats-Posts gerne in den Kommentaren!

Handlettering – Julia Kerschbaumer

Rezensionen 05 März
Handlettering | Julia Kerschbaumer | Verlag: Magellan | 95 Seiten | erschienen am 18.01.2017  | Softcover: 18 € | Kaufen? | Meine Wertung: ★★★★

KLAPPENTEXT

Handlettering - die Kunst, aus gezeichneten Buchstaben kleine Meisterwerke zu erschaffen. Dass dies auch Anfängern schnell gelingt, zeigt Illustratorin und Handlettering-Expertin Julia Kerschbaumer in diesem Buch. Mit ein bisschen Übung lassen sich schon bald einzigartige, originelle Schriftbilder gestalten. Ein fundierter Grundlagenteil, Schritt-für-Schritt-Anleitungen sowie zahlreiche Tipps und Tricks machen jeden zum Handlettering-Profi.
Quelle: Verlag

MEINE MEINUNG

Wer sich für Schrift und Zeichnen interessiert hat garantiert schon einmal vom Handlettering gehört, denn das kreative Arbeiten mit Buchstaben entwickelt sich langsam aber sicher zum Trend. Schon in der Schule habe ich meine Überschriften verziert, und seit ich im letzten Jahr mein Bullet Journal angefangen habe schaue ich auf Instagram regelmäßig nach Inspiration für schöne Schriftzüge. Ihr könnt euch vorstellen wie begeistert ich war, als dieses Buch in der Magellan-Vorschau aufkam!

Zunächst fallen die wunderschöne Gestaltung und kreativen Illustrationen auf, die jede Seite zieren. Sobald man sich satt gesehen hat beschreibt die Autorin ihre persönliche Inspiration im Vorwort, dann folgen die Grundbegriffe zum Einstieg, die durch anschauliche Übersichten visualisiert werden. Dabei hat mir gut gefallen dass die Autorin viele wichtige Regeln erklärt, aber trotzdem eigene Ideen und Individualität ermutigt und bei aller Technik eine optische statt mathematische Herangehensweise bevorzugt. Außerdem stellt sie kurz verschiedene Materialien vor, mit denen man arbeiten kann.

Im zweiten Kapitel geht es dann ins Detail und die Hauptschriftarten werden vorgestellt. Es geht von Serifen über Scripte zu Brush Lettern, man bekommt interessante Hintergrundinformationen, eine Menge Input und Inspirationen. Besonders die vielen Beispiele, optionale Vorlagen und Schritt-für-Schritt Übungsmöglichkeiten sind gerade für Anfänger sehr hilfreich. Das einzige Problem für mich war, dass ich das unabdingbare Transparentpapier nicht im Haus hatte und mich erst einmal auf klassische Weise im Notizbuch ausprobiert habe - was umständlicher ist, aber trotzdem funktioniert. 

In den letzten drei Kapiteln werden die Grundlagen dann erweitert. Es geht zunächst um das richtige Layout und wie man den Inhalt der Schriftzüge durch Anordnung in Formen noch mehr unterstreichen kann. Für mich ist das der außergewöhnlichste Teil des Buches und zeigt die Kreativität der Autorin, ohne entmutigend zu sein. Sie macht immer wieder deutlich dass man durch Übung seinen eigenen Stil finden kann, wodurch man sich am liebsten gleich auf Papier und Stifte stürzen möchte! 

Anschließend wird die farbige Ausarbeitung der Schriftzüge, vor allem in digitaler Form, beschrieben. Da ich kein Photoshop habe konnte ich nicht so viel damit anfangen, aber wer es nutzt kann die sehr detaillierten Hilfen sicher gut gebrauchen. Es gibt auch eine Seite zu Farbstiften und Pinseln, die ich gerne noch länger gehabt hätte, etwa mit Tipps worauf man beim Kauf von Materialien achten sollte wenn man wirklich investieren möchte. Da ich aber erst einmal bei dem bleibe was ich schon habe, war das völlig okay. Im fünften Kapitel findet man abschließend die hilfreichsten Seiten, sobald man die Grundlagen gemeistert hat. Es gibt 7 wirklich praktische Tricks  - beispielsweise wie man Fehler kreativ verarbeiten kann -, tolle DIY Ideen, Vorschläge mit Anleitung und die wichtige Erinnerung dass es nicht um Perfektion, sondern das Ergebnis geht. Meine persönlichen Lieblingsseiten finden sich aber ganz am Ende: Alphabete in den verschiedensten Stilen, die eine großartige Hilfe sind wenn man eine Idee hat und sich bei der Umsetzung nicht ganz sicher ist.

Das Handlettering Buch eignet sich für alle Interessierte; Anfänger wie auch Fortgeschrittene können viel dazu lernen. Man sollte definitiv etwas Zeit investieren um sich selbst auszuprobieren und die Schritt-für-Schritt Beispiele nutzen, dann wird man auch mit guten Ergebnissen belohnt. Und selbst wenn man meint alles verinnerlicht zu haben, kann man das Buch immer wieder für Inspiration zurate ziehen.

Mein Fortschritt

Wie schon gesagt habe ich mich seit Jahren mit den verschiedensten Schriftarten beschäftigt, aber erst dieses Buch hat mir geholfen ein System dahinter zu bringen. Am meisten wende ich das Gelernte in meinem Bullet Journal an, eine Art Kalender den ich selbst gestalte. Daraus zeige ich euch einfach mal ein paar Ausschnitte an denen ihr hoffentlich sehen könnt, dass ich mich verbessert habe. :D

  
Mein erstes Bullet Journal habe ich von April bis Dezember 2016 geführt

  
Im Notizbuch probiere ich erst viele Varianten, bevor meine liebsten Designs ins neue BuJo dürfen

   
Und so sieht es bisher im Jahr 2017 aus!

Falls ihr meine Handlettering-Fortschritte verfolgen wollt, auf meinem Instagram Account zeige ich euch immer wieder was mir so eingefallen ist! Und falls ihr jetzt noch Fragen, Anregungen oder Kommentare habt würde ich mich freuen, von euch zu hören. :)



Vielen Dank an Magellan für dieses schöne und hilfreiche Rezensionsexemplar!

Lesemonat Februar 2017

Lesemonat 28 Februar

Hallo meine lieben Teetrinker ☕

Von spannenden Erlebnissen war auch im Februar keine Spur - nach wie vor bestehen meine Tage hauptsächlich aus der Bachelorarbeit, und ich kann weitaus weniger lesen und bloggen als mir lieb wäre. Ein paar Rezensionen fehlen daher noch; die schreibe ich so bald wie möglich. Aber das ist wie schon gesagt ganz normal und in Ordnung! Dafür habe ich in diesem Monat mehr zu Hörbüchern gegriffen, weshalb ich in meinem Rückblick zum ersten Mal Kurzmeinungen mit einbauen möchte. Die folgen dann weiter unten, aber hier erst einmal meine Zusammenfassung:


Gelesen

Jane Austen: A LifeClaire Tomalin320 Seiten☕☕☕☕☕
Überlieben in 10 SchrittenRachel McIntyre300 Seiten☕☕☕☕☕
HandletteringJulia Kerschbaumer95 Seiten☕☕☕☕☕
Die Krone der SterneKai Meyer461 Seiten☕☕☕☕☕
Milk and HoneyRupi Kaur208 Seiten☕☕☕☕☕

GEhört

Magisterium #1Holly Black & ...7 Std. 13 Min☕☕☕☕
Magisterium #2... Cassandra Clare8 Std. 09 Min
Zu den Rezensionen gelangt ihr wie immer durch ein Klick auf die jeweilige Bewertung!

Wie ihr schon an den Wertungen sehen könnt, war in diesem Monat nicht eine Enttäuschung dabei. So einen positiven Monat hatte ich wohl noch nie! Ich würde zwar nicht alle Bücher auf eine Stufe stellen, allein schon weil man Poesie kaum mit Space Fantasy vergleichen kann (das ist für mich ein Schwachpunkt der 5-Sterne-Wertung), aber sie sind alle für sich großartig und halten, was sie versprechen. Sogar Jane Austen: A Life, was ich für die Uni gelesen habe, hat mich so begeistert und berührt, dass ich doch noch eine vollständige Rezension dazu schreiben möchte. Im nächsten Post geht es aber erst einmal um das wunderbare Handlettering-Buch. Später wird es dann auch noch eine Review zu Milk and Honey geben - mein erster englischsprachiger Blogpost!

Außerdem gebe ich euch noch den Tipp, auf meinem Instagram Account @black.tea.books nach einem internationalen Gewinnspiel Ausschau zu halten. Ich bin nämlich nicht mehr weit von den 1.5k Followern entfernt, und sobald dieser kleine-große Meilenstein erreicht ist, möchte ich mich bei euch dadurch bedanken. Das gleiche gilt für diesen Blog, der bald 100 GFC Follower begrüßen darf! Normalerweise gebe ich nicht so viel auf Zahlen, aber diese beiden waren für mich von Anfang an irgendwie besonders und es freut mich riesig, dass sie in greifbarer Nähe sind. :)

Kurzmeinungen

Magisterium - Der Weg ins Labyrinth (Holly Black & Cassandra Clare)
Die Magisterium Bücher hatte ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf dem Radar, und jetzt konnte ich endlich zum ersten Hörbuch greifen. Für mich war es genau richtige; eine spannende Geschichte, die man bequem nebenbei hören kann. Allerdings hat sie mich doch stark an Harry Potter erinnert. Man kann dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben, sollte aber nicht zu viel Originalität erwarten. Davon abgesehen habe ich es sehr gern gehört, denn diese Charaktere mit viel Herz muss man einfach mögen.

Magisterium - Der kupferne Handschuh (Holly Black & Cassandra Clare)
Der zweite Band bietet einige Wendungen und steht seinem Vorgänger in nichts nach. Er ist vielleicht sogar noch spannender, und das letzte Drittel konnte ich kaum unterbrechen. Es gibt zwar nach wie vor einige Parallelen zu Harry Potter, was mich aber nicht weiter stört da ich mir dessen bewusst bin. Die Story wird komplexer, man besucht neue Schauplätze und es gibt einige Charakterentwicklungen. Ich habe die kleine Gang aus dem Magisterium mittlerweile sehr gern und freue mich auf den dritten Band!

Februar-Fotos

Die Krone der Sterne - wenn ich ein Monatshighlight krönen müsste, wäre es vermutlich dieses Buch ❤ 

Bisher haben sich alle Bücher aus dem Magellan Verlag als wahre Schätze erwiesen!

Und auf Instagram findet ihr immer wieder Fotos aus meinem Bullet Journal. :)
Wie war euer Februar? Verlinkt eure Monats-Posts gerne in den Kommentaren!



Die Krone der Sterne – Kai Meyer

Rezensionen 24 Februar
Die Krone der Sterne | Kai Meyer | Verlag: Fischer Tor | Illustrationen: Jens Maria Weber | 464 Seiten | erschienen am 26.01.2017  | Broschiert: 14,99 € | Kaufen? | Meine Wertung: ★★★★

KLAPPENTEXT

Das galaktische Reich von Tiamande wird von der allmächtigen Gottkaiserin und ihrem Hexenorden beherrscht. Regelmäßig werden ihr Mädchen von fernen Planeten als Bräute zugeführt. Niemand weiß, was mit ihnen geschieht. Als die Wahl auf die junge Adelige Iniza fällt, soll sie an Bord einer Weltraumkathedrale auf die Thronwelt gebracht werden. Ihr heimlicher Geliebter Glanis, der desillusionierte Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara Bitterstern tun alles, um den Plan der Hexen zu vereiteln. Im Laserfeuer gewaltiger Raumschiffe kämpfen sie um ihre Zukunft – und gegen eine kosmische Bedrohung, die selbst die Sternenmagie der Gottkaiserin in den Schatten stellt.
Quelle: Verlag

MEINE MEINUNG

Kai Meyer gehört zu meinen absoluten Lieblingsautoren, und als er auf der Leipziger Buchmesse davon erzählte in seinem nächsten Buch Fantasy und Science Fiction verbinden zu wollen, war mir sofort klar dass ich es definitiv lesen würde. Dementsprechend habe ich mich riesig gefreut, ein Jahr später bei der Lovelybooks Leserunde für Die Krone der Sterne dabei sein zu dürfen!

Die Begeisterung mit der Kai Meyer das Buch damals vorgestellt hat, spiegelt sich auf allen Seiten wieder. Schon das Cover ist mit wunderschönen Details verziert, die auf blauem Grund in Kupfer- und Goldtönen schimmern und es zu einem echten Schmuckstück machen. Und auch wenn man das Buch aufschlägt, gibt es unzählige visuelle Highlights zu entdecken. Die reichen von praktischen Übersichten zum Aufbau der Galaxie und der wichtigsten Gruppierungen, bis hin zu Zeichnungen von Raumschiffen und Szenen aus dem Buch, zu denen man während des Lesens zurückkehren und immer mehr Verbindungen herstellen kann.

Es war einfach faszinierend, in diese Welt einzutauchen und so viel wie möglich darüber herauszufinden, obwohl mit jeder neuen Information eigentlich mehr Fragen entstehen als beantwortet werden. Die Mischung aus Fantasy und Science Fiction ist großartig und bietet endlose Möglichkeiten. Auch dieses Universum fühlt sich so real und detailliert geplant an, dass man es kaum erwarten kann alle Zusammenhänge herzustellen.

Die unterschiedlichen Perspektiven helfen dabei, die Ziele und Geschichten der verschiedenen Gruppen zu verstehen. Iniza, Baroness und unsere Hauptprotagonistin, flüchtet mit ihrem Hauptmann und Geliebten Glanis vor dem herrschenden Hexenorden. Dabei stoßen der grimmige Kranit und später die sarkastische Shara zu ihnen, die normalerweise als Kopfgeldjäger oder Händler nur ihre eigenen Interessen verfolgen und sich dadurch schwer einschätzen lassen. So ist diese kleine Heldentruppe anfangs eher eine Zweckgemeinschaft, was eine ganz besondere Dynamik entstehen lässt und Entwicklungen in viele Richtungen möglich macht. Zusammen mit den Geheimnissen dieses Universums und einigen Plot-Twists trägt das nur noch mehr zur ohnehin spannenden Handlung bei. Es fällt schwer das Buch aus der Hand zu legen, wenn sich Iniza & Co. in einem der coolsten Raumschiffen aller Zeiten aus einer Gefahrensituation nach der anderen kämpfen müssen. Action kommt zwischen den Sternen also definitiv nicht zu kurz. 

Besonders positiv ist mir außerdem aufgefallen, wie komplex die Charaktere waren. Obwohl die Geschichte und der Weltenaufbau im Vordergrund standen, gewinnt jede Figur mit der Zeit an Tiefe, sie machen Fehler und verändern sich, was das Ganze noch interessanter werden lässt. Iniza und die Muse, eine künstliche Intelligenz, haben sich für mich zu den spannendsten Mitspielern entwickelt. Dabei hat es mich wirklich gefreut, dass es nicht wie in Sci-Fi üblich nur eine Frau umgeben von Männern gibt. Das Verhältnis wurde gut ausbalanciert und die Ladies dürfen auch zu den wichtigen Charakteren gehören, die man definitiv nicht unterschätzen sollte. Je näher man sie alle kennen lernt, desto deutlicher wird dass hinter ihnen, aber auch hinter dem gesamten Buch, noch so viel mehr steckt. Die Reise durch dieses gewaltige Universum hat gerade erst begonnen.

Die Krone der Sterne ist der gelungene Auftakt einer Reihe, deren Fortsetzung schon jetzt ungeduldig erwartet wird. Die Mischung aus Fantasy und Science Fiction fasziniert ebenso wie das Zusammenspiel der Charaktere, und man wird von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen. Ich bin jetzt schon gespannt darauf, weiter in dieses Universum einzutauchen und seine Mysterien zu entschlüsseln.

WEITERE REZENSENTEN



Vielen Dank an Lovelybooks und Fischer Tor für dieses galaktisch gute Rezensionsexemplar!

Überlieben in 10 Schritten – Rachel McIntyre

Rezensionen 07 Februar
Überlieben in 10 Schritten | von: Rachel McIntyre | Verlag: Magellan | Übersetzung: Sandra Knuffinke und Jessika Komina | Originaltitel: The Number One Rule for Girls | 304 Seiten | erschienen am 18.01.2017  | Hardcover: 17€ | Kaufen? |
Meine Wertung: ★★★★★

Klappentext

Daisy hat die Nase voll! Von Jungs im Allgemeinen und von ihrem Ex im Speziellen. Zeit für einen Neuanfang! Am College ist sowieso alles besser und man hat viel Wichtigeres als Jungs im Kopf. Davon ist Daisy fest überzeugt – zumindest bis sie Toby begegnet. Mr Charming hat es ihr angetan. Alles scheint perfekt, sodass sie die ersten Wolken am Liebeshimmel komplett übersieht. Doch so langsam braut sich ein richtiger Sturm zusammen, dem niemand entkommen kann! Jetzt ist es an Daisy, das Ruder wieder in die Hand zu nehmen …
Quelle: Verlag

Meine Meinung

Der Klappentext sagt es schon: Daisy hat sich von ihrem langjährigen Freund Matt getrennt, der mit seiner Mutter nach Spanien gezogen ist. Jetzt hat sie mit den üblichen Trennungsgefühlen zu kämpfen: er-fehlt-mir-so steht gegen er-kann-mich-mal. Aber Daisy entscheidet sich für einen Neuanfang und wechselt auf das College. Schon von Anfang an beweist sie, was für eine fantastische Protagonistin sie ist: ihren geliebten, ausgeflippten Vintage-Kleidungsstil gibt sie für niemanden auf, sie ist freundlich und loyal, und für ihre freche, selbstbewusste Art muss man sie einfach gern haben. Natürlich ist sie nicht perfekt und macht Fehler, aber gerade diesen realistischen Teil schätze ich sehr. Auf der anderen Seite hat sie eine tolle Beziehung zu ihren Eltern, um die sie viele Jugendbuch-Charaktere beneiden würden. Die beiden sind schon seit ihrer Schulzeit zusammen und betreiben eine erfolgreiche Heiratsagentur, bei der Daisy regelmäßig aushilft. Dass sie dadurch ständig von glücklichen Paaren umgeben ist macht ihre eigene Trennung nicht einfacher, aber gleichzeitig bestätigt das ihren Glauben an die große Liebe.

Außerdem hat sie zwei beste Freundinnen, die ihr immer zur Seite stehen. Natürlich gibt es auch einige Streitereien, die die Mädels aber nicht trennen können. Zehn Regeln verbinden sie miteinander, wobei die zehnte erst erfunden werden muss, und diese 'Gebote' kann sich jedes weibliche Wesen zu Herzen nehmen. Darin geht es um Freundschaft, Selbstbewusstsein, Unabhängigkeit und - ja, ich benutze das Wort - verschiedene feministische Gedanken, die nicht etwa die Weltherrschaft der Frauen zum Ziel haben sondern die Mädchen immer wieder an ihren eigenen Wert erinnern sollen. Diese kleinen Nachrichten finden sich überall im Buch und sind einer der zwei Punkte, die diese Geschichte wichtig machen.

Der andere Punkt ist das Problem, das Toby mit sich bringt. Der extrem gutaussehende und beliebte College-Schüler holt Daisy aus ihrem Trennungs-Tief, ist aber bei weitem nicht so perfekt wie es aussieht. Was genau passiert möchte ich natürlich nicht verraten, aber es ist wichtig weil es zeigt, wie subtil sich jemand verändern kann, so dass auch ein selbstbewusstes Mädchen wie Daisy nichts merkt. Derartige Schwierigkeiten verdunkeln ihre sonst farbenfrohe Welt, die einem beim Lesen einfach nur Freude bereitet.

Daisys Art zu denken und zu reden ähnelt ihrem ausgefallenen Kleidungsstil und brachte mich immer wieder zum lachen. Dabei muss man einfach die Übersetzerinnen loben: die unzähligen Anspielungen und Erwähnungen von Dingen, die aktuell im Leben jedes Teenagers sind, wurden perfekt ins Deutsche übertragen. Das gleiche gilt für Daisys bunte Sprache, die quasi ein Feuerwerk an Alliterationen, Wortspielen und -neuschöpfungen ist und jedem Freude bereiten wird, den Worte faszinieren.

Besonders hat mir gefallen, dass die Geschichte in Großbritannien spielt. Mittlerweile wissen wir wohl alle wie es an amerikanischen High Schools so läuft, aber hier bekommt man einen Einblick in die berühmt-berüchtigte "Sixth Form / College" Zeit in England & Co. Natürlich gibt es viele Gemeinsamkeiten, aber die neue Atmosphäre ist trotzdem sehr angenehm.

Mit Überlieben in 10 Schritten hat Rachel McIntyre all meine Erwartungen an ein Jugendbuch erfüllt. Es hat einfach nur Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und ich empfehle es jedem, der eine lockere Geschichte mit viel Herz für Zwischendurch sucht.


Weitere Rezensenten


Vielen Dank an Magellan für dieses unterhaltsame Rezensionsexemplar!

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