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Star Wars™ - Nachspiel: Lebensschuld – Chuck Wendig

Rezensionen 11 Mai
Nachspiel - Lebensschuld | Chuck Wendig | Verlag: blanvalet | Übersetzung: Andreas Kasprzak Originaltitel: Aftermath 2 - Life Debt | 572 Seiten | erschienen am 20.03.2017 | Broschur: 14 €  | Kaufen? | Meine Wertung: ★★★★

KLAPPENTEXT

Nachdem der zweite Todesstern zerstört worden ist, befindet sich das Galaktische Imperium weiterhin vollkommen im Chaos. In dieser Situation wollen Han Solo und Chewie den Heimatplaneten der Wookiees, Kashyyyk, zurückerobern. Doch sie geraten in eine Falle und nur Han Solo gelingt es zu entkommen. Nun setzt er alles daran, die Wookiees zu retten und das Imperium endgültig von den feindlichen Mächten zu befreien ...
Quelle: Verlag

MEINE MEINUNG

Nach langer Wartezeit ging es mit Lebensschuld endlich wieder zurück ins Star Wars Universum. Zugegeben, ich hatte gar nicht mehr damit gerechnet die Crew aus dem ersten Nachspiel-Band so schnell wieder zu sehen, da der Klappentext eigentlich eine Han Solo-Geschichte verspricht. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase war ich dann über die kleine Enttäuschung hinweg, konnte mich wieder an fast alle Charaktere erinnern und habe mich über die Fortsetzung ihrer Geschichten gefreut. Nach der ersten Holo-Unterhaltung zwischen Han und Leia - bei der alle Fan-Herzen sicher höher schlagen, einfach weil die beiden da sind - tritt nämlich erst einmal wieder das Team um Norra und Temmin Wexley in den Vordergrund.

Es wäre aber nicht Star Wars, wenn nicht alle verschiedenen Handlungsstränge zusammenlaufen würden, und genau das macht die Handlung mit all ihren spannenden Wendungen so unterhaltsam. Es gibt wieder einige Rückblicke und das ein oder andere Intermezzo, wodurch die Hauptgeschichte etwas gebremst wird. Dafür sind sie in diesem Band umso interessanter, weil sie eventuell wichtig für die Hauptfilme sein könnten und man dadurch die wildesten Theorien aufstellen kann. Außerdem muss man die Übersetzung loben, der man die Schwierigkeiten, die wohl einige mit dem originalen Schreibstil haben, nicht anmerkt.


Neben dem Hauptteam, das mal mit Han und mal mit Leia arbeitet und dadurch interessante Verbindungen zieht, erlebt man auch wie es mit der Neuen Republik und dem Imperium weitergeht. Die vielen verschiedenen Perspektiven haben mich anfangs wie gesagt kurz überrascht, aber auch hier spielen sie eine wichtige Rolle, weil sie die unzähligen Standpunkte in der Galaxis zeigen. Gerade durch Rae Sloane's Gedanken kann man das zurückgedrängte Imperium nicht komplett verurteilen und sieht, dass es auch auf dieser Seite den aufrichtigen Wunsch nach Frieden gibt. Die internen Machtverhältnisse zeigen wieder einmal die politische Seite von Star Wars und bieten neben einem genialen Bösewicht viel Denkstoff.

Trotzdem verspürt man als ehemaliger Rebell Stolz über die Fortschritte der Neuen Republik, freut sich über mehr bekannte Charaktere wie Mon Mothma, Maz Katana und natürlich Chewbacca! Es gibt unzählige kleine und große Hinweise auf den Inhalt der nächsten Episoden, man erlebt die Vorgeschichten von Ereignissen die man schon aus Das Erwachen der Macht kennt, und auch ältere Lücken werden geschlossen. Diese Komplexität macht für mich das gesamte Star Wars Universum aus und wird hier großartig umgesetzt.

Lebensschuld gefällt mir noch besser als der Vorband, weil es der Nachspiel Serie mehr Tiefe verleiht und das Team zu einem Teil der Neuen Republik werden lässt, der wirklich Bedeutung hat. Nach wie vor wird Diversität wie selbstverständlich mit eingebaut, einige Fragen  werden beantwortet und noch mehr mysteriöse Entwicklungen in Aussicht gestellt. Jetzt bin ich unglaublich gespannt wie viele Verbindungen es im nächsten Film gibt, und wie es im letzten Band weitergehen wird!


Weitere Rezensenten


Vielen Dank an Blanvalet für dieses galaktische Rezensionsexemplar!

Filmkritik: A Monster Calls – Sieben Minuten nach Mitternacht

Filmkritik 04 Mai
A Monster Calls - Sieben Minuten nach Mitternacht | Länge: 108 Minuten | Regie: Juan Antonia Bayona | Drehbuch: Patrick Ness | Musik: Fernando Velazquez | Kinostart: 04.05.2017

TRAILER


Meine Meinung

Obwohl Sieben Minuten nach Mitternacht auf einem Buch basiert, hatte ich vor dem Film noch nie von dieser Geschichte gehört. Geschrieben wurde sie von Patrick Ness nach einer Idee der Autorin Siobhan Dowd, die ihre eigene unheilbare Krankheit dadurch verarbeiten und eine Stütze für ihre Kinder erschaffen wollte. Diese Authenzität hat Ness am Leben erhalten und ist gleichzeitig, was diesen Film so besonders macht.

Der zwölfjährige Conor O'Malley (Lewis MacDougall) lebt allein mit seiner Mutter (Felicity Jones), die er während ihrer Krebsbehandlung unterstützt. Freunde in seinem Alter hat er nicht, in der Schule wird er schikaniert, sein Vater (Toby Kebbell) hat eine neue Familie in den USA und verstärkt mit kurzen Besuchen nur die Verzweiflung seines Sohnes. Auch mit seiner Großmutter (Sigourney Weaver), bei der er wohnen soll, hat Conor fast immer Streit. Er fühlt sich unsichtbar und allein gelassen, ein immer wiederkehrender Albtraum vom Verlust seiner Mutter raubt ihm den Schlaf und man möchte ihm eigentlich einfach nur helfen. In dieser Situation erscheint das Monster, das ihm Mysteriöses ankündigt: es wird Conor drei Geschichten erzählen, doch die vierte wird von Conor selbst kommen, und er wird sich seinem Traum stellen müssen.



Der wandelnde Baum ist gleichermaßen furchteinflößend wie weise; er wird durch das CGI und (im Englischen) Liam Neeson's großartige Performance zu einem Charakter, der mit jedem Wort Gänsehaut auslöst. Seine Geschichten sind in fantastischen aquarell-artigen Animationen visualisiert, bei denen sich Harry Potter Fans an das Märchen der drei Brüder erinnert fühlen werden - nur dass die Geschichten für Conor alles andere als märchenhafte, aber dennoch essentielle Lektionen beinhalten. Sie reflektieren was ihm passiert während es seiner Mutter immer schlechter geht und behandeln wichtige Themen, mit denen jeder Mensch früher oder später in Berührung kommt. Während viele Kinderfilme vor Flauschigkeit überlaufen, scheut man hier nicht vor schwierigen Konzepten und Gefühlen wie Wut, Hoffnung, Einsamkeit, Selbstsüchtigkeit oder den Umgang mit eventuellem Tod und Verlust zurück. Dabei muss man einfach Conor's Darstellung durch Lewis MacDougall loben, dem man nicht ansieht dass dies erst seine zweite große Produktion ist.

Mich hat schon lange, oder sogar noch nie ein Film so mitgenommen wie dieser. Natürlich kann es hart sein sich damit auseinander zu setzen, besonders wenn man selbst eine emotionale Zeit durchmachen muss. Trotzdem - oder vielleicht sogar deswegen - hoffe ich, dass jeder die Chance hat ihn zu sehen. Denn obwohl Conor's Geschichte aufwühlend ist, spendet sie auch Trost durch Verständnis, Ehrlichkeit und das Gefühl, nicht allein zu sein. Dabei zeigt sie außerdem die Bedeutung von Geschichten für uns alle und erinnert uns daran, warum wir sie so lieben. Auch weil es Erwachsenen oft schwer fällt Kindern ernste Themen nahe zu bringen, hat dieser Film so das Potenzial Wichtiges zu bewegen und Menschen in jedem Alter zu helfen. 

Fazit

Sieben Minuten nach Mitternacht ist ein absolut außergewöhnlicher Film. Er behandelt Themen die für Kinder und Erwachsene essentiell sind, bietet aber durch das Monster und seine Erzählungen fantastische Elemente, die dabei nicht klischeehaft oder aufgesetzt wirken. Er unterscheidet sich von so vielen anderen Kinderfilmen durch die raue Ehrlichkeit, die bewegend, emotional und gleichzeitig erfrischend ist. Selten habe ich einen Film mit so viel Herz und Substanz dahinter gesehen der den Zuschauern das Gefühl gibt, etwas wirklich wertvolles mitgenommen zu haben. Die schauspielerischen Leistungen, die wunderschöne Visualisierung und die großartigen Geschichten machen ihn neben den Emotionen zu einem einzigartigen Erlebnis. Wer nach einem Film mit Bedeutung sucht, ist hier genau richtig. P.S., denkt an die Taschentücher.

Danke an randomhouse für den Besuch der pressevorführung 

Lesemonat März 2017

Lesemonat 31 März



Hallo ihr Lieben ☕

Ging der März für euch auch in gefühlten Sekunden vorbei? Bei mir war durch die Bachelorarbeit, zwei Ed Sheeran Konzerte, die dazugehörigen Reisen und natürlich die Buchmesse wieder einmal sehr viel los! Und da mein gesamter Rest an Konzentration für Uni-Lektüre draufgeht, greife ich weiterhin am liebsten zu Hörbüchern. Dafür waren das nicht gerade wenige, aber seht selbst:





GEHÖRT


Magisterium #1Holly Black, Cassandra Clare7h 13 min☕☕☕☕
Doctor Who #2George Mann 1h 27 min
Doctor Who #3James Goss1h 30 min
Doctor Who #4George Mann1h 27 min
Er ist wieder daTimur Vermes 1 h 44 min
Alles, alles über DeutschlandJan Böhmermann 3 h 24 min
Ein ganzes halbes JahrJojo Moyes14 h 43 min☕🌟
KURZMEINUNGEN

Magisterium - Der Schlüssel aus Bronze (Holly Black & Cassandra Clare)
Auch das dritte der Magisterium Bücher konnte mich wieder voll in seinen Bann ziehen. Nur einen Punkt Abzug gibt es für die noch immer offensichtlichen Parallelen zu Harry Potter - man sollte meinen, spätestens jetzt hätte die Geschichte ihr Eigenleben verdient! Und trotzdem mag ich die Reihe sehr, denn die Charaktere sind mir einfach ans Herz gewachsen und ich muss zugeben, dass ich sie jetzt tatsächlich vermisse. Das hätte ich am Anfang gar nicht erwartet, was es umso schwieriger macht das nächste Hörbuch auszuwählen, wenn ich eigentlich nur den vierten Band möchte! Leider wird das aber noch eine Weile dauern.

Doctor Who - Die Dynastie der Winter. Teil 2: Das Haus (George Mann)
Nach meinem Post-Magisterium-Tief dachte ich also, es wäre eine gute Idee wieder in die Welt des Doctors einzutauchen und Die Dynastie der Winter fortzusetzen. Nach dem guten ersten Teil wurde ich hier aber eher enttäuscht und mit einem unangenehmen Gefühl zurückgelassen. Es war mal wieder sehr spannend und etwas creepy, gerade weil sich das ganze Geschehen nur in einem Haus abspielt. Die Auflösung hat mich aber echt ein wenig irritiert so dass ich einfach mit den nächsten Teil weitergemacht habe, um mich ein wenig besser zu fühlen. Vielleicht war ich ja nur noch nicht in der Richtigen Stimmung.

Doctor Who - Die Dynastie der Winter. Teil 3: Die Sünden (James Goss)
Leider hat mir der dritte Teil noch weniger zugesagt, und wäre ich nur nach dem Gefühl gegangen dass ich beim Hören hatte, wären es tatsächlich nur zwei Tassen geworden. Wer keine Lust auf eklige Aliens hat, sollte vorerst zu einer anderen Geschichte greifen. Aber selbst wenn mich diese Wesen nicht gestört hätten, gab es noch andere Aspekte, von denen ich nicht begeistert war. Wie schon im Vorgänger bewegt sich hier leider nichts zu irgendeinem größeren Konzept, das im ersten Teil etabliert wurde. Auch die Familienmitglieder der Winters werden immer unsympathischer, und rückblickend könnte man Teil zwei und drei genauso gut weglassen. Das einzige was mir hier gefallen hat war eine starke, aktive Clara Oswald, die den Doctor und die Geschichte gerettet hat.

Doctor Who - Die Dynastie der Winter. Teil 4: Die Erinnerung (George Mann)
Nach der doppelten Enttäuschung habe ich erst einmal eine Pause eingelegt, bis ich mich dem letzten Teil der Reihe gewidmet habe. Zum Glück fühlt sich dieser durch das angenehmere Setting sofort weitaus besser an. Wir landen dieses Mal auf der Erde, in Frankreich zur Zeit des Hundertjährigen Krieges. Das bedeutet endlich eine richtige Zeitreisegeschichte, und dadurch war auch der Anteil der unbekannten Aliens viel kleiner, ausbalancierter und sinnvoller. Jeanne von Orléans spielt hier eine wichtige, interessante Rolle und auch der bisher vermisste Hintergrund zur Geschichte der Winters wird endlich aufgeklärt und außerdem mit unserer Realität verbunden. Dieser Teil ist endlich wieder auf einer Höhe mit dem Anfang der Dynastie der Winter!

Er ist wieder da - Das Hörspiel zum Film (Timur Vernes)
Dem Hype zu dieser Geschichte konnte man ja kaum entgehen, und doch habe ich es geschafft bisher weder das Buch zu lesen, noch den Film zu sehen. Als ich dann über das Hörspiel stolperte, musste das einfach geändert werden! Und den Hype hat es wirklich verdient. Die Entwicklung vom urkomischen Anfang über interessante Gedanken zu fast schon gruseligen Wendungen ist einzigartig und hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Das Hörspiel an sich wurde (auch ohne Christoph Maria Herbst) toll gesprochen und kann ich demnach nur weiterempfehlen.

Alles, alles über Deutschland (Jan Böhmermann)
Da mir der Sinn noch nach Satire stand und Jan Böhmermann's Hörbuch als Empfehlung auftauchte, habe ich einfach spontan damit weitergemacht. Seine Show schaue ich ehrlich gesagt nicht, nur hier und da ein Video, deswegen war ich einfach nur gespannt was mich erwarten würde. Wie der Titel schon sagt, setzt Böhmermann hier alle denkbaren Aspekte aus Deutschland auf lustige Weise um. Allerdings ist das Hörbuch 2009 erschienen (wusste ich natürlich vorher nicht); dementsprechend wurde es manchmal etwas trocken. Es sind aber viele gute Witze dabei, und am Ende bekommt man sogar Updates aus dem Jahr 2015 die noch einmal einiges rausholen.

Ein ganzes halbes Jahr (Jojo Moyes)
Auch an diesem Buch bin ich bisher erfolgreich vorbeigegangen, obwohl ich es spätestens seit der Verfilmung unbedingt lesen wollte. Die Hörbuchversion war also wieder perfekt, und ich konnte endlich mal länger als ein paar Stunden hören. Jetzt wo es vorbei ist fehlen mir immer noch die Worte - es war unglaublich spannend, bewegend und inspirierend. Da ihr die Geschichte um Lou und Will bestimmt sowieso kennt, stelle ich euch lieber eine Frage: ist der zweite Band (Ein Ganz Neues Leben) zu empfehlen? Die meisten Fans scheinen davon abzuraten und es würde mich sehr interessieren, was ihr denkt!


März-FOTOS

Endlich ist meine Rezension zum Handlettering Buch aus dem Magellan Verlag online gegangen - und hat unglaublich viel Feedback von euch bekommen! Vielen Dank dafür :)

Ebenfalls positive Rückmeldungen, dieses Mal auf Instagram, gab es zu diesem Foto mit einem meiner Lieblingsbücher (und den Pullovern meiner Schwester - Credit where credit is due :D), auch hier Danke!! A Quiet Kind of Thunder kann ich euch nach wie vor nur empfehlen ♥

Ed Sheeran ist mit seinem neuen Album durch Deutschland getourt - und ich durfte zwei Mal dabei sein! Es war einfach unglaublich, und jeder der die Möglichkeit hat ihn zu sehen sollte sie definitiv nutzen.

Natürlich stand die Leipziger Buchmesse auch bei mir auf dem Plan - aber mehr dazu gibt es im nächsten Post. ;)

Wie war euer März? Verlinkt eure Monats-Posts gerne in den Kommentaren!

Handlettering – Julia Kerschbaumer

Rezensionen 05 März
Handlettering | Julia Kerschbaumer | Verlag: Magellan | 95 Seiten | erschienen am 18.01.2017  | Softcover: 18 € | Kaufen? | Meine Wertung: ★★★★

KLAPPENTEXT

Handlettering - die Kunst, aus gezeichneten Buchstaben kleine Meisterwerke zu erschaffen. Dass dies auch Anfängern schnell gelingt, zeigt Illustratorin und Handlettering-Expertin Julia Kerschbaumer in diesem Buch. Mit ein bisschen Übung lassen sich schon bald einzigartige, originelle Schriftbilder gestalten. Ein fundierter Grundlagenteil, Schritt-für-Schritt-Anleitungen sowie zahlreiche Tipps und Tricks machen jeden zum Handlettering-Profi.
Quelle: Verlag

MEINE MEINUNG

Wer sich für Schrift und Zeichnen interessiert hat garantiert schon einmal vom Handlettering gehört, denn das kreative Arbeiten mit Buchstaben entwickelt sich langsam aber sicher zum Trend. Schon in der Schule habe ich meine Überschriften verziert, und seit ich im letzten Jahr mein Bullet Journal angefangen habe schaue ich auf Instagram regelmäßig nach Inspiration für schöne Schriftzüge. Ihr könnt euch vorstellen wie begeistert ich war, als dieses Buch in der Magellan-Vorschau aufkam!

Zunächst fallen die wunderschöne Gestaltung und kreativen Illustrationen auf, die jede Seite zieren. Sobald man sich satt gesehen hat beschreibt die Autorin ihre persönliche Inspiration im Vorwort, dann folgen die Grundbegriffe zum Einstieg, die durch anschauliche Übersichten visualisiert werden. Dabei hat mir gut gefallen dass die Autorin viele wichtige Regeln erklärt, aber trotzdem eigene Ideen und Individualität ermutigt und bei aller Technik eine optische statt mathematische Herangehensweise bevorzugt. Außerdem stellt sie kurz verschiedene Materialien vor, mit denen man arbeiten kann.

Im zweiten Kapitel geht es dann ins Detail und die Hauptschriftarten werden vorgestellt. Es geht von Serifen über Scripte zu Brush Lettern, man bekommt interessante Hintergrundinformationen, eine Menge Input und Inspirationen. Besonders die vielen Beispiele, optionale Vorlagen und Schritt-für-Schritt Übungsmöglichkeiten sind gerade für Anfänger sehr hilfreich. Das einzige Problem für mich war, dass ich das unabdingbare Transparentpapier nicht im Haus hatte und mich erst einmal auf klassische Weise im Notizbuch ausprobiert habe - was umständlicher ist, aber trotzdem funktioniert. 

In den letzten drei Kapiteln werden die Grundlagen dann erweitert. Es geht zunächst um das richtige Layout und wie man den Inhalt der Schriftzüge durch Anordnung in Formen noch mehr unterstreichen kann. Für mich ist das der außergewöhnlichste Teil des Buches und zeigt die Kreativität der Autorin, ohne entmutigend zu sein. Sie macht immer wieder deutlich dass man durch Übung seinen eigenen Stil finden kann, wodurch man sich am liebsten gleich auf Papier und Stifte stürzen möchte! 

Anschließend wird die farbige Ausarbeitung der Schriftzüge, vor allem in digitaler Form, beschrieben. Da ich kein Photoshop habe konnte ich nicht so viel damit anfangen, aber wer es nutzt kann die sehr detaillierten Hilfen sicher gut gebrauchen. Es gibt auch eine Seite zu Farbstiften und Pinseln, die ich gerne noch länger gehabt hätte, etwa mit Tipps worauf man beim Kauf von Materialien achten sollte wenn man wirklich investieren möchte. Da ich aber erst einmal bei dem bleibe was ich schon habe, war das völlig okay. Im fünften Kapitel findet man abschließend die hilfreichsten Seiten, sobald man die Grundlagen gemeistert hat. Es gibt 7 wirklich praktische Tricks  - beispielsweise wie man Fehler kreativ verarbeiten kann -, tolle DIY Ideen, Vorschläge mit Anleitung und die wichtige Erinnerung dass es nicht um Perfektion, sondern das Ergebnis geht. Meine persönlichen Lieblingsseiten finden sich aber ganz am Ende: Alphabete in den verschiedensten Stilen, die eine großartige Hilfe sind wenn man eine Idee hat und sich bei der Umsetzung nicht ganz sicher ist.

Das Handlettering Buch eignet sich für alle Interessierte; Anfänger wie auch Fortgeschrittene können viel dazu lernen. Man sollte definitiv etwas Zeit investieren um sich selbst auszuprobieren und die Schritt-für-Schritt Beispiele nutzen, dann wird man auch mit guten Ergebnissen belohnt. Und selbst wenn man meint alles verinnerlicht zu haben, kann man das Buch immer wieder für Inspiration zurate ziehen.

Mein Fortschritt

Wie schon gesagt habe ich mich seit Jahren mit den verschiedensten Schriftarten beschäftigt, aber erst dieses Buch hat mir geholfen ein System dahinter zu bringen. Am meisten wende ich das Gelernte in meinem Bullet Journal an, eine Art Kalender den ich selbst gestalte. Daraus zeige ich euch einfach mal ein paar Ausschnitte an denen ihr hoffentlich sehen könnt, dass ich mich verbessert habe. :D

  
Mein erstes Bullet Journal habe ich von April bis Dezember 2016 geführt

  
Im Notizbuch probiere ich erst viele Varianten, bevor meine liebsten Designs ins neue BuJo dürfen

   
Und so sieht es bisher im Jahr 2017 aus!

Falls ihr meine Handlettering-Fortschritte verfolgen wollt, auf meinem Instagram Account zeige ich euch immer wieder was mir so eingefallen ist! Und falls ihr jetzt noch Fragen, Anregungen oder Kommentare habt würde ich mich freuen, von euch zu hören. :)



Vielen Dank an Magellan für dieses schöne und hilfreiche Rezensionsexemplar!

Lesemonat Februar 2017

Lesemonat 28 Februar

Hallo meine lieben Teetrinker ☕

Von spannenden Erlebnissen war auch im Februar keine Spur - nach wie vor bestehen meine Tage hauptsächlich aus der Bachelorarbeit, und ich kann weitaus weniger lesen und bloggen als mir lieb wäre. Ein paar Rezensionen fehlen daher noch; die schreibe ich so bald wie möglich. Aber das ist wie schon gesagt ganz normal und in Ordnung! Dafür habe ich in diesem Monat mehr zu Hörbüchern gegriffen, weshalb ich in meinem Rückblick zum ersten Mal Kurzmeinungen mit einbauen möchte. Die folgen dann weiter unten, aber hier erst einmal meine Zusammenfassung:


Gelesen

Jane Austen: A LifeClaire Tomalin320 Seiten☕☕☕☕☕
Überlieben in 10 SchrittenRachel McIntyre300 Seiten☕☕☕☕☕
HandletteringJulia Kerschbaumer95 Seiten☕☕☕☕☕
Die Krone der SterneKai Meyer461 Seiten☕☕☕☕☕
Milk and HoneyRupi Kaur208 Seiten☕☕☕☕☕

GEhört

Magisterium #1Holly Black & ...7 Std. 13 Min☕☕☕☕
Magisterium #2... Cassandra Clare8 Std. 09 Min
Zu den Rezensionen gelangt ihr wie immer durch ein Klick auf die jeweilige Bewertung!

Wie ihr schon an den Wertungen sehen könnt, war in diesem Monat nicht eine Enttäuschung dabei. So einen positiven Monat hatte ich wohl noch nie! Ich würde zwar nicht alle Bücher auf eine Stufe stellen, allein schon weil man Poesie kaum mit Space Fantasy vergleichen kann (das ist für mich ein Schwachpunkt der 5-Sterne-Wertung), aber sie sind alle für sich großartig und halten, was sie versprechen. Sogar Jane Austen: A Life, was ich für die Uni gelesen habe, hat mich so begeistert und berührt, dass ich doch noch eine vollständige Rezension dazu schreiben möchte. Im nächsten Post geht es aber erst einmal um das wunderbare Handlettering-Buch. Später wird es dann auch noch eine Review zu Milk and Honey geben - mein erster englischsprachiger Blogpost!

Außerdem gebe ich euch noch den Tipp, auf meinem Instagram Account @black.tea.books nach einem internationalen Gewinnspiel Ausschau zu halten. Ich bin nämlich nicht mehr weit von den 1.5k Followern entfernt, und sobald dieser kleine-große Meilenstein erreicht ist, möchte ich mich bei euch dadurch bedanken. Das gleiche gilt für diesen Blog, der bald 100 GFC Follower begrüßen darf! Normalerweise gebe ich nicht so viel auf Zahlen, aber diese beiden waren für mich von Anfang an irgendwie besonders und es freut mich riesig, dass sie in greifbarer Nähe sind. :)

Kurzmeinungen

Magisterium - Der Weg ins Labyrinth (Holly Black & Cassandra Clare)
Die Magisterium Bücher hatte ich schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf dem Radar, und jetzt konnte ich endlich zum ersten Hörbuch greifen. Für mich war es genau richtige; eine spannende Geschichte, die man bequem nebenbei hören kann. Allerdings hat sie mich doch stark an Harry Potter erinnert. Man kann dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben, sollte aber nicht zu viel Originalität erwarten. Davon abgesehen habe ich es sehr gern gehört, denn diese Charaktere mit viel Herz muss man einfach mögen.

Magisterium - Der kupferne Handschuh (Holly Black & Cassandra Clare)
Der zweite Band bietet einige Wendungen und steht seinem Vorgänger in nichts nach. Er ist vielleicht sogar noch spannender, und das letzte Drittel konnte ich kaum unterbrechen. Es gibt zwar nach wie vor einige Parallelen zu Harry Potter, was mich aber nicht weiter stört da ich mir dessen bewusst bin. Die Story wird komplexer, man besucht neue Schauplätze und es gibt einige Charakterentwicklungen. Ich habe die kleine Gang aus dem Magisterium mittlerweile sehr gern und freue mich auf den dritten Band!

Februar-Fotos

Die Krone der Sterne - wenn ich ein Monatshighlight krönen müsste, wäre es vermutlich dieses Buch ❤ 

Bisher haben sich alle Bücher aus dem Magellan Verlag als wahre Schätze erwiesen!

Und auf Instagram findet ihr immer wieder Fotos aus meinem Bullet Journal. :)
Wie war euer Februar? Verlinkt eure Monats-Posts gerne in den Kommentaren!



Tee-Empfehlungen